Kaninchen, Ente und Großer Bär sind beste Freunde. Gemeinsam haben sie Spaß und gehen überall zusammen hin! Doch da gibt es diesen schmalen Pfad. Er sei nicht breit genug für drei, meint Ente. Um ihn für das Sommerfest zu beleuchten, seien die Girlanden nicht lang genug, behauptet Bär. Im Herbst sei der Pfad zu matschig, findet Bär; außerdem sei es dort zu kalt, sagt Ente. Kaninchen lässt die Argumente immer gelten, schließlich gibt es so viele andere Orte im Wald, ist die Beleuchtung des Sommerfestes perfekt und bunte Blätter gibt es auch überall! Doch als Kaninchen im Winter das Schlittschuhlaufen lernt, das Bremsen aber noch nicht beherrscht, saust es den schmalen Pfad hinunter. Was es entdeckt, verändert die Freundschaft der drei für immer.
Nadine Brun-Cosme erzählt von Freundschaft, die auch Freiraum braucht. So schön es sein kann, „alles“ zusammen zu machen – der Wunsch nach Ruhe und Alleinsein ist berechtigt und seine Erfüllung kann eine Bereicherung für Beziehungen jeder Art sein. Klug entscheidet die Autorin, die Reaktion des Kaninchens auf diese Erkenntnis offen zu lassen. Beanspruchten Ente und Bär den einsamen Ort am Ende des Pfades für sich allein? Oder wollten sie die anderen mit ihrem Bedürfnis nach Freiraum nicht verletzen? Wussten Ente und Bär voneinander? Und warum brauchte Kaninchen bisher keinen Ort nur für sich allein?

